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Pelletheizung

Eine Pelletheizung verbrennt Pellets aus Holz, um im Haus die Heizung sowie die Warmwasserbereitung betreiben zu können. Informationen zu Pelletheizungen, Vorteile, Nachteile, Kosten und Details zur Förderung in diesem Ratgeber.

Christin Goldbeck

Christin Goldbeck

Lesedauer 4 Minuten

Pelletheizung- 15% zum EWärmeG

Eine Pelletheizung verbrennt Pellets aus Holz, um im Haus die Heizung sowie die Warmwasserbereitung betreiben zu können. Neben dem Vorteil, dass ein nachwachsender Rohstoff als Energieträger verwendet wird, kommt ein gewisser Komfort hinzu. Denn Sie müssen für eine Pelletheizung keine Holzscheite lagern und händisch nachlegen – die Holzpellets werden in einem Tank untergebracht, aus dem automatisch die zum Heizen benötigte Menge entnommen wird. So ist die Nutzung von Holz bei einer Pelletheizung also vollautomatisch möglich – der einzige Nachteil im Heizprozess: die Asche muss entsorgt werden. Weitere Informationen zu Pelletheizungen, Vorteile, Nachteile, Kosten und Details zur Förderung in diesem Ratgeber.

Pelletheizung – Heizen mit erneuerbaren Energien?

Pelletheizungen sind die einfachere Art mit Holz zu heizen. Per Holzverbrennung wird in ihnen thermische Energie gewonnen, die dann im Heizkessel dazu genutzt wird, um Wasser für die Heizkörper im Haus zu erhitzen. Aber auch das Warmwasser für Spüle, Dusche und dergleichen wird damit bereitet. Die Pellets bestehen dabei aus Holz, teils sogar aus Holzabfällen aus der verarbeitenden Industrie bzw. anderweitig holzverarbeitenden Betrieben. Besonders ökologisch und auch ökonomisch wird der Einsatz von Pelletofen und / oder Pelletkessel, wenn das Haus gut gedämmt und frei von Wärmebrücken ist. Bauen Sie also ein Effizienzhaus, was die Möglichkeit bedeutet, eine KfW- und BAFA-Förderung in Anspruch zu nehmen.

  • Pelletkessel: Eine Zentralheizung mit Nutzung von Holzpellets in einem Verbrennungskessel. Mit der gewonnenen Wärme werden Heizung und Warmwasserbereitung betrieben. Meist mit einer automatischen Fördereinrichtung.

  • Pelletofen: Pelletöfen ähneln ganz normalen Öfen oder Kaminen im Wohnbereich. Dort sorgen sie per Strahlungswärme für ein gemütliches Heizen. Per Wassertasche bzw. Wärmeüberträger können auch Pelletöfen warmes Wasser erzeugen.

Tank für Pelletheizungen: Gewebetank, Zisterne, Kleintank, etc.

Die Lagerung der Holzpellets für die Pelletheizung kann verschiedenartig realisiert werden. Ein typisches Pellet-Lager ist der Gewebetank, eine Art Sack, der in einem Gerüst aufgespannt wird. Für diesen sind im Heizraum bzw. daran angrenzend mehrere Kubikmeter einzuplanen. Ähnliches gilt für den Schüttraum, einen Raum im Keller, der als Pellet-Lager dient und dessen Boden schräg angelegt werden muss. Durch die Schräge werden die Pellets automatisch zum Heizkessel befördert. Ist im Keller kein Platz, gibt es auch die Möglichkeit, eine Beton-Zisterne als Pellettank anzulegen, die sich außerhalb des Hauses im Gartenboden befindet. Gibt es nur wenig Platz, dann kann ein Kleintank die Lösung sein. Dieser auf bis zu 150 kg ausgelegte Tank muss allerdings – je nach Nutzungsaufkommen – ein-zweimal die Woche per Hand befüllt werden.

Einblasen der Pellets und die richtige Lagerung

Wenn Sie sich für Pellets als Brennstoff entscheiden, müssen Sie bei der Planung auch die Befüllung des Tanks beachten – das sogenannte Einblasen. Der Weg von Transporter zu Lagerraum sollte nicht länger als 30 Meter messen. Zudem sollte zum Beispiel der Gewebetank sicher platziert sein; so, dass er kein Sicherheitsrisiko darstellt und beispielsweise Feuer fangen könnte. Hinzu kommt, dass bei der Lagerung der Pellets gewährleistet sein muss, dass sie nicht nass werden oder Feuchtigkeit aus der Luft ziehen. Denn nur trockene Holzpellets können korrekt transportiert und verbrannt werden. Nasse Holzpellets quellen auf, kleben und verbrennen unsauber.

Rechenbeispiel: Um die Masse der zu lagernden Pellet-Menge zu berechnen, dividieren Sie den (angenommenen) Heizenergiebedarf durch 5. Denn 1 kg Holzpellets trägt etwa 5 kWh als Heizwert in sich. Benötigt ihr Haus oder Haushalt 20.000 kWh pro Jahr, sind jährlich also 4.000 kg Pellets einzuplanen. Für diese 4 t Holzpellets können Sie ein Tank-Volumen von 9 m3 annehmen. Liegt die Tankraumhöhe bei 2 m, braucht es also eine Fläche von 4,5 m2.

Kosten für die Pelletheizung

Auch bei den Kosten für eine Pelletheizung ist wieder nach Ofen und Kessel zu unterscheiden. Denn ein Ofen kann im Neu-Zustand bereits ab 3.000 Euro gekauft werden. Hinzu kommen dann aber noch die Kosten für die Wassertasche und die Montage. Entscheiden Sie sich nicht für einen Pelletofen, sondern für einen Pelletkessel, dann sind für Anschaffung und Montage mindestens 12.000 Euro einzuplanen. Hinzu kommen hier noch die Kosten für das Pelletlager und das Fördersystem. Diese notwendigen Einheiten sollten Sie mit ca. 4.000 Euro bedenken. Für einen Brennstoffkessel mit Wärme- und Wasserbereitung für Heizkörper und Wassernutzung sollten Sie also als Untergrenze 16.000 Euro notieren. Je nach Region, Hersteller und Bauprojekt noch mehr.

Weitere Kosten können natürlich für Leitungen, Umbauten und dergleichen entstehen. Zudem sind in den obigen Beträgen noch keine Heizkörper oder andere Elemente der vollständigen Haustechnik enthalten. Diese variieren in ihrem Preis überdies je nach Art und Umfang, weshalb keine pauschale Berechnung möglich ist. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf, dann beraten wir Sie gern hinsichtlich Neubau oder energetischer Sanierung. Auch die Energieberatung vor Ort können Sie mit einer Förderung refinanzieren.

Kosten Pelletheizung- Erfüllung EWärmeG
Kosten und Fördermöglichkeiten für den Einsatz einer Pelletheizung

Kosten für Holz-Pellets

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus werden etwa 4,5 Tonnen Pellets pro Jahr berechnet. Dafür bewegen sich die Preise bei etwa 1.000 Euro. Das entspricht, der obigen Beispielrechnung mit 5 Kilowattstunden pro Kilogramm, etwa 4,45 Cent pro Kilowattstunde. Das liegt unter den Preisen der Brennstoffe für Ölheizung und Gasheizung (etwa 5,57 Cent bzw. 6,31 Cent pro kWh). Das heißt, dass die Kosten für den Betrieb einer Pelletheizung hinsichtlich des Brennstoffs geringer sind als bei Brennstoffkesseln mit fossilem Brennstoff wie Öl oder Gas. Koppeln Sie die Pelletheizung mit einer Solaranlage für die Stromerzeugung und / oder mit einer Solarthermie für die Wasserbereitung und Heizung per Sonnenenergie, dann erhalten Sie eine Hybridheizung, die noch ökologischer und im Betrieb günstiger ist.

Pelletheizung – BEG- Förderung

Die Höhe der Förderung hängt dabei von den genauen Maßnahmen ab. Bereits für den Austausch der Heizanlage gibt es aber schon Fördergelder. Welche Förderung für Sie in Frage kommt und welche Zuschüsse und Kredite für den Neubau oder die Sanierung ideal sind, besprechen wir gern persönlich mit Ihnen.

Pelletheizung – Vorteile und Nachteile im Überblick

Pelletheizung Vorteile

Verwendung erneuerbarer Energieträger beim Heizen

Automatischer Betrieb, auch bei Nutzung von Holz als Brennstoff

Hoher Wirkungsgrad aufgrund der Brennwertnutzung

Förderung durch KfW und BAFA

Geringe Kosten bei guter Dämmung und Solarthermie als Hybridelement

Pelletheizung Nachteile

Asche des verbrannten Brennstoffs wird nicht automatisch entsorgt

Die Anschaffungskosten sind im Vergleich hoch

Für die Lagerung der Pellets wird viel Platz benötigt

Zusammenfassung zur Heizung mit Pellet-Nutzung

Eine Pelletheizung ist eine modernere Heizung, welche Ölheizung und Gasheizung ablösen kann. Entsprechend gibt es für diese Art der Holzheizung auch eine Förderung. Wenn Sie bei einer Hybridanlage weiterhin auf Gas und Öl verzichten, sondern eine Solarthermie, Solaranlage oder Wärmepumpe verwenden, können Sie noch umweltfreundlicher agieren. Zudem steigt die Förderung. Wie Sie am besten ökologisch und ökonomisch beim Neubau oder der Sanierung handeln, besprechen wir gern mit Ihnen in einem Beratungsgespräch. Ob privater Hausbau, eine Sanierung, ein Mehrfamilienhaus oder eine gewerbliche Immobilie – wir sind ihr Energieberater mit Fachkenntnissen im Bauingenieurswesen.

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