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Fussbodenheizung der Heizungssanierung- Erfüllung EWärmeG

Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist eine Art der Heizung, die zur Verteilung der Wärme in den einzelnen Räumen keine konventionellen Heizkörper einsetzt, sondern in den Boden eingelassene Kunststoffrohre. Welche Fußbodenheizungsarten es gibt und wie der Aufbau gestaltet ist, das lesen Sie in diesem Ratgeber.

Christin Goldbeck

Christin Goldbeck

Lesedauer 4 Minuten

Fußbodenheizung- effektive Wärmeabgabe

Eine Fußbodenheizung ist eine Art der Heizung, die zur Verteilung der Wärme in den einzelnen Räumen eines Hauses keine konventionellen Heizkörper einsetzt, sondern in den Boden eingelassene Kunststoffrohre. Fußbodenheizungen wärmen also als Flächenheizungen von unten, bieten deshalb einen hohen Wohlfühlfaktor und arbeiten vornehmlich mit Strahlungswärme. So entsteht ein positives Raumklima, das optisch dank fehlender Heizkörper an den Wänden durch freie Gestaltungsmöglichkeiten hervorsticht. Welche Fußbodenheizungsarten es gibt und wie der Aufbau gestaltet ist, das lesen Sie in diesem Ratgeber.

Arten von Fußbodenheizungen im Überblick

Im Grunde unterscheidet man zwischen drei Arten der Fußbodenheizung: nass, trocken und elektrisch. Mit Strom betriebene Fußbodenheizungen werden aber häufig als ineffizient eingeschätzt, weshalb sie sowohl bei modernen Neubauten als auch im Rahmen einer energetischen Sanierung weniger eingesetzt werden. Deshalb finden Sie im Folgenden vor allem Informationen zu den Heizungsarten im Nasssystem und Trockensystem. Zur Elektro-Flächenheizung im Fußboden haben wir das Wichtigste zusammengefasst.

Fußbodenheizung in der Heizungssanierung- Erüllung EWärmeG BW
Installation einer Fußbodenheizung in einem Wohngebäude

Fußbodenheizung als Nasssysteme

Ein Nasssystem (auch Typ A oder Typ C genannt) heißt im Falle einer im Fußboden eingebrachten Heizung so, weil die Heizrohre in den Estrich eingelassen werden. Dieser ist bei der Installation der Fußbodenheizung also „nass“. Um die Ableitung der Wärme aus den Heizungsrohren im Estrich zu verbessern, kann selbiger mit Metallpartikeln versehen werden, was seine Wärmeleitfähigkeit erhöht. Vor allem bei einem Neubau oder bei der kompletten Sanierung eines Altbaus kommen Nasssysteme zum Einsatz; seltener bei einer Modernisierung oder der Erneuerung des Heizsystems als Einzelmaßnahme.

Vor dem Gießen des Estrichs werden die Rohre auf einer Dämmschicht fixiert. Dazu gibt es verschiedene Methoden, die hier kurz genannt werden: Kunststoff-Noppenplatte, Klettband auf Vlies-Trägermatte, Klammern auf Trägermatten, Kunststoff- oder Metall-Klemmschienen, Einbringung in einer Stahlwabenplatte, etc.

Fußbodenheizung als Trockensysteme

Das Trockensystem (auch Typ B) bedeutet bei Fußbodenheizungen, dass die Verlegung auf bereits bestehendem, „trockenem“ Estrich realisiert wird. Die Einbringung der Rohre passiert dabei unter dem Bodenbelag – vor allem bei einer nachträglichen Installation der Fußbodenheizung in einem Bestands- respektive Altbau, der energetisch saniert oder im Einzelnen modernisiert wird. Die Rohre der Flächenheizung werden also unter Parkett, Laminat, Fliesen o. ä. in der Dämmschicht des Fußbodens installiert.

Eine Sonderform besteht im Einsatz von Trockenestrichplatten, welche Aussparungen für die Rohre der Fußbodenheizung aufweisen. Eingesetzt wird diese Version bei zeitlich begrenzten Maßnahmen, beispielsweise in öffentlichen Gebäuden. Fußbodenheizsysteme für die Nachrüstung werden zudem stetig weiterentwickelt, was aktuell Aufbauhöhen von teils nur 8 mm bedeutet.

Elektrische Fußbodenheizung als Alternative

Die zwei oben beschriebenen Heizungsarten für den Boden von Innenräumen sind wasserführende Systeme, in denen erhitztes Wasser zum Einsatz kommt, um Wärme in die einzelnen Räume zu bringen. Als Alternative steht die Elektro-Heizung zur Verfügung. Für die elektrische Fußbodenheizung kommen entweder Heizfolien oder Widerstandskabel zum Einsatz, welche ebenfalls im oder auf dem Estrich installiert werden. Ein Vorteil ist die geringe Aufbau- bzw. Bauhöhe. Zudem ist kein hydraulischer Abgleich der Heizkreise nötig. Leitungen mit geerdetem Schirm kommen speziell in Feuchträumen wie dem Badezimmer zum Einsatz.

Vorteile und Nachteile der Verlegung einer elektrischen Heizung unter dem Bodenbelag werden unter energetischen Gesichtspunkten immer wieder diskutiert. Trotzdem die eingespeiste Energie zu fast 100 % in Wärme umgewandelt wird, gibt es Kritik am Energieverlust von der Produktionsstätte zum Hausnetz sowie Kritik an der klimaschädlichen Produktion an sich – z. B. im Kohlekraftwerk. Am besten geeignet wäre diese Art der Fußbodenheizung demnach bei eigener Stromproduktion per Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Aufbau einer Fußbodenheizung und ihrer Warmwasserverteilung

Bei Wasser führenden Rohrsystemen kommt, ähnlich wie bei Heizsystemen mit Heizkörpern, bei der Wandheizung und dergleichen eine Warmwasserbereitung als erster Schritt zum Einsatz. Diese bringt den Energieträger auf die benötigte Vorlauftemperatur. Anschließend wird der Energieträger, also das Warmwasser, im Haus verteilt. Dabei wird für die Fußbodenheizung in jedem Raum ein eigener Heizkreis verwendet, um die individuelle Beheizung der Räume zu ermöglichen. Deshalb ist eine Fußbodenheizung in ihrer ordnungsgemäßen Funktion vom zwischengeschalteten Heizkreisverteiler abhängig. Am Heizkreisverteiler geschieht auch die hydraulische Abgleichung, welche bei Heizkörpersystemen an den Heizkörper-Ventilen vorgenommen wird.

Meist wird ein gleichmäßig hoher Durchsatz in allen Heizkreisen des Hauses angestrebt. Gibt es allerdings innenliegende Räume, die weniger Heizleistung benötigen als außenliegende Räume, die durch ihre Wände mit Außenfläche eine größere Abkühlung haben, ist auch eine individuelle Wärmeverteilung möglich. Moderne Anlagen verfügen neben der dargestellten Technik für den Wasserkreislauf zudem über Temperaturfühler im Außen- und Innenbereich. Diese sorgen für die automatische Regelung der Vorlauftemperatur und die Anpassung der Ventilöffnung, sodass die vergleichsweise träge reagierende Fußbodenheizung auch bei kalten Außentemperaturen schnell Wärme verteilt.

Eine besonders schnelle Wärmeverteilung gelingt in einem Raum, in dem eine gegenläufige Warmwasserversorgung realisiert ist. Dabei werden Vorlauf und Rücklauf nebeneinander installiert und die Wärme strömt von mehreren Punkten in den Raum. Welcher Aufbau, welche Rohre und welches System an sich am besten für Ihr Haus geeignet ist, können Sie mit einem Architekten, Energieberater und natürlich mit Haustechnik-Installateuren abklären.

Vorschriften und Normen für Fußbodenheizungen

Besonders wichtig ist hinsichtlich einer Fußbodenheizung die Norm EN 1264, welche Regelungen für Flächenheizsysteme sowie Flächenkühlsysteme bereithält. Neben Definitionen, Bestimmungen zur Leistung, zu Installation und zu Symboliken werden darin auch Fußböden und damit speziell Fußbodenheizsysteme thematisiert. Die alte Bezeichnung lautet DIN 4725. Hinzu kommen diese Normen, Regelungen und Verordnungen: Estrichnorm DIN 18560, Verkehrslastennorm 1055, die Normen für Toleranzen und Schallschutz im Hochbau DIN 18202 und 4109 sowie die DIN 4726 und die Energieeinsparverordnung (EnEV).

BAFA- und KfW-Förderung für die Fußbodenheizung

Um nachträglich an den Kosten einer Fußbodenheizung zu sparen, können Sie eine Förderung in Anspruch nehmen. Wird eine neue Heizung richtig, sprich: energieeffizient, installiert und geht sie bestenfalls mit einer effizienten Dämmung, Wärmeschutzverglasung der Fenster sowie weiteren Komponenten einher, sind Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich. Je nachdem, ob Sie eine Einzelmaßnahme, ein Maßnahmenpaket, einen Neubau oder eine energetische Sanierung planen, kommen andere Zuschüsse und Kredite zum Tragen. Allen gemein ist, dass Sie helfen, die Kosten zu senken.

Benötigen Sie eine Beratung zur Modernisierung Ihrer Heizung, zur Verlegung einer Fußbodenheizung, zur energetischen Planung eines Neubaus oder der Sanierung? Dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Wir sind Ihre neuen Energieberater mit Fachwissen im Bauingenieurswesen. Ob Energieberatung, Baubegleitung, Energieausweis, Sanierungsfahrplan oder Wärmeschutznachweis – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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